-15 Kilo in 9 Monten abgenommen

Frisches, histaminarmes Gemüse

-15 Kilo in 9 Monten abgenommen

Wie ein Urlaubsfoto mein Leben verändert hat

„So sehe ich aus?“

Das war mein erster Gedanke, als ich unser Urlaubsfoto gesehen habe. Ich stand da neben meinem Mann und habe mich selbst kaum wiedererkannt.

Ich wusste natürlich, dass ich zugenommen hatte. Ich hatte einen Spiegel zu Hause und meine Klamotten hatten es mir auch längst verraten. Aber dieses Foto konnte ich nicht mehr wegdiskutieren.

Zwischen diesem Bild und heute liegen 15 Kilo weniger, eine Hochzeit und 17 Kilometer Joggen am Stück. Dabei war ich am Anfang nach einem Kilometer völlig aus der Puste.

Und nein, ich bin nicht eines Morgens aufgewacht, habe mir einen grünen Smoothie gemacht und beschlossen: Ab heute werde ich ein komplett neuer Mensch.

Schön wär’s gewesen.

ich heute vs 2023
ich heute                                                   vs 2023

 

Urlaub 2023
Mein Mann und ich März 2023 auf Rhodos

Genau diese Bilder zeige ich dir ganz bewusst. Nicht, weil ich mein damaliges Ich schlechtmachen möchte. Sondern weil hier meine Geschichte angefangen hat. Und vielleicht kennst du dieses Gefühl ja selbst.

Wie sich die Kilos ganz langsam eingeschlichen haben

 

Bevor ich meinen Bürojob angefangen habe, habe ich im Handel gearbeitet. 17.000 bis 20.000 Schritte am Tag waren für mich völlig normal. Ich bin mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, war den ganzen Tag auf den Beinen und am Wochenende bin ich tanzen gegangen. Ich musste nicht darüber nachdenken, wie ich auf meine Schritte komme. Ich hatte sie einfach.

Und dann kam der Bürojob.

Plötzlich saß ich. Und saß. Und saß. Gefühlt war ich irgendwann an meinen Bürostuhl gefesselt.

Gleichzeitig haben mein Mann und ich immer gerne gegessen. Wir gingen häufig essen, italienisch, griechisch, afghanisch, und zu Hause gab es abends meistens eine warme Mahlzeit.

Ich sage es ganz offen: Ich habe es schleifen lassen. Nicht absichtlich. Es passierte einfach Stück für Stück. Und genau deshalb habe ich es lange gar nicht richtig wahrgenommen.

Meine Sachen wurden enger, also kaufte ich Größe L. Später manchmal XL. Und was habe ich mir eingeredet?

„Na ja, die fallen halt klein aus.“

Oh mein Gott. Irgendwann fallen eben nicht mehr zufällig sämtliche Klamotten klein aus.

Mein größter Fehler beim Abnehmen: „Ich darf nicht so viel essen“

Natürlich hatte ich vorher schon versucht abzunehmen. Mein genialer Plan? Weniger essen. Das war im Grunde meine komplette Strategie.

Auf das, was ich esse, habe ich gar nicht geachtet. Brot, Wurst, Pudding, Gummibärchen, Schokolade, fast täglich ein Glas Alkohol. Zutatenlisten? Interessierten mich nicht.

Also habe ich einfach weniger gegessen. Manchmal viel zu wenig. Das funktionierte ein paar Tage. Und dann? Hatte ich Hunger. Überraschung.

Irgendwann war es mir wieder egal und ich war frustriert, wenn die Waage wieder nach oben ging.

Dabei möchte ich gar nicht sagen, dass Brot oder ein Stück Schokolade automatisch dick machen. Mein Problem war mein gesamter Alltag: Ich bewegte mich drastisch weniger, aß aber genauso weiter wie vorher.

Ich musste nicht lernen, mich zusammenzureißen. Ich musste lernen, anders zu essen.

Mein Wendepunkt: der 1. Januar 2024

Ja. Natürlich am 1. Januar. Typischer geht es wahrscheinlich kaum.

Ich war 1,65 m groß und wog 83 kg. Mein Mann ist ungefähr 1,80 m groß und wog etwa 88 kg. Als mir bewusst wurde, dass zwischen uns gerade einmal fünf Kilo lagen, hat mich das ziemlich erschreckt.

Und ich hatte noch einen sehr emotionalen Grund: Wir würden am 24. September 2024 heiraten. Ich wollte mich an diesem Tag wohlfühlen und meine Hochzeitsbilder später gerne anschauen.

Aber diesmal musste etwas anders werden. Also habe ich mir Hilfe gesucht.

WeightWatchers und Instagram: So habe ich meinen Weg gefunden

Mein erster großer Schritt war die Anmeldung bei WeightWatchers. Ich begann nach Punkten zu essen, suchte mir Rezepte heraus und ging entsprechend einkaufen.

Plötzlich beschäftigte ich mich viel intensiver mit meinen Mahlzeiten. Was macht mich satt? Wie kann ich Lebensmittel anders kombinieren?

Mir war damals gar nicht bewusst, dass ich gerade meine Ernährung umstelle. Ich habe einfach das Programm gemacht. Und irgendwann dachte ich:

Heyyyy … das funktioniert ja wirklich.

Denn das war meine wichtigste Erkenntnis überhaupt: Ich musste nicht hungern. Meine Portionen waren teilweise nicht einmal viel kleiner als früher, und trotzdem nahm ich ab. Nicht, weil ich hungrig vor einem halbleeren Teller saß, sondern weil ich meine Mahlzeiten anders zusammengestellt und mich wieder mehr bewegt habe.

Und wenn ich satt und zufrieden bin, halte ich das auch durch.

Später entdeckte ich auf Instagram Frauen, die ihre Rezepte zeigten. Ich speicherte sooo viele davon, kochte sie nach und beschäftigte mich mehr mit proteinreichen Mahlzeiten.

Diese Phase war Teil meines Weges. Und genau das meine ich, wenn ich sage: Finde deinen eigenen Weg. Meiner hat sich unterwegs auch mehrfach verändert.

Von „nach 1 km aus der Puste“ bis 17 km Joggen

Als ich angefangen habe, hätte ich nicht einfach losjoggen können. Ich fühlte mich schwer und war nach einem Kilometer ziemlich aus der Puste.

Also habe ich dort angefangen, wo ich körperlich gerade stand. Nicht dort, wo ich gerne gewesen wäre.

Für mich hieß das: schnell gehen. So zügig, dass ich mich wirklich angestrengt habe. Erst 5 Kilometer, dann 10, manchmal sogar 15. Teilweise viermal pro Woche.

Und an Regentagen? Da findet man plötzlich 47 hervorragende Gründe, warum heute wirklich kein guter Tag für Bewegung ist. Deshalb habe ich mir irgendwann ein Laufband gekauft. Damit war meine Wetter-Ausrede weg.

Als die ersten 8 bis 10 kg runter waren, kam Krafttraining mit Hanteln dazu. Später begann ich langsam zu joggen, Stück für Stück. Und irgendwann habe ich 17 Kilometer am Stück geschafft.

17! Hallooo !

Wenn du mir das am Anfang erzählt hättest, hätte ich wahrscheinlich gefragt, ob du mich mit jemand anderem verwechselst.

Heute mache ich Krafttraining, Pilates, Yoga, gehe schwimmen, wandern und joggen. Mal mehr, mal weniger. Und nein, mein Körper ist nicht plötzlich überall superstraff. Da bin ich dran.

15 kg weniger pünktlich zur Hochzeit, und warum das gar nicht mein größter Erfolg ist

Am 1. Januar 2024 stand ich bei 83 kg. Mitte September 2024, an unserem Hochzeitstag, wog ich 68 kg. 15 kg weniger in knapp neun Monaten.

 

Ich an meinem Hochzeitstag
Ich an meinem Hochzeitstag

Und das bin ich an meinem Hochzeitstag. Erinnerst du dich an das Urlaubsfoto vom Anfang? Genau deshalb wollte ich dir dieses Bild unbedingt auch zeigen.

Natürlich war ich stolz. Aber mein eigentlicher Erfolg wurde erst nach der Hochzeit sichtbar.

Heute wiege ich ungefähr 70 kg. Ich könnte jetzt sagen: Na toll, zwei Kilo wieder drauf.

Tue ich aber nicht. Denn viel wichtiger finde ich: Ich bin nicht wieder bei 83 kg.

Meine Ernährung war eben keine Aktion bis zur Hochzeit. Ich esse heute immer noch anders, ich bewege mich und ich wiege mich regelmäßig. Und wenn ich merke „Oho … da kommt die 71“, dann weiß ich mittlerweile, was ich tun kann.

65 kg wären schön. Aber ich stehe nicht morgens auf und denke, dass mein Leben erst mit 65 kg anfangen darf. Ich fühle mich heute wohl in meiner Haut. Eigentlich. Ein bisschen straffer dürfte es noch werden. Lol.

So esse ich heute

Ich esse sehr viel Gemüse, jeden Tag Obst und eher selten Fleisch. Mein Brot backe ich selbst, statt Kuhmilch trinke ich Mandelmilch und Alkohol gibt es nur noch sehr selten. Ich koche viel selbst und achte darauf, was in meinen Lebensmitteln steckt.

Und eine Sache klingt banal, hat aber unglaublich viel verändert: Wenn ich satt bin, höre ich auf. Nicht weiteressen, nur weil noch etwas auf dem Teller liegt.

Perfekt muss das nicht sein. Im Urlaub esse ich auch mal ein Brötchen vom Bäcker und wenn ich Lust auf Nachtisch habe, gibt es Nachtisch. Wie ich das mit Genuss verbinde, liest du hier: Abnehmen mit Genuss. Und wie das Ganze in meinen Alltag passt, findest du in Gesunder Lifestyle.

Diszipliniert bin ich übrigens nicht jeden Tag. Ich habe einen Vollzeitjob mit Schichten, Familie, Haushalt und Hund. Der Unterschied zu früher ist nicht, dass ich immer motiviert bin. Der Unterschied ist: Ich finde immer wieder zurück. Wie ich das mache, erzähle ich dir in meinem Artikel Mindset und Motivation.

Wichtig: Das hier ist meine persönliche Erfahrung. Ich bin keine Ernährungsberaterin und keine Personal Trainerin. Bei gesundheitlichen Beschwerden hol dir bitte professionelle Unterstützung.

Wenn du morgen anfangen willst: meine 3 ersten Schritte

  1. Schau hin, statt einfach weniger zu essen. Such dir zwei, drei Rezepte, die dich wirklich satt machen, und geh danach einkaufen. Bei mir hat genau das alles verändert.
  2. Beweg dich auf deinem Level. Du musst nicht joggen. Zügig gehen reicht für den Anfang völlig, Hauptsache du kommst ein bisschen ins Schwitzen.
  3. Nimm dir deine größte Ausrede weg. Bei mir war es das Wetter, also kam das Laufband. Bei dir ist es vielleicht die Zeit oder der volle Kühlschrank. Such dir eine Lösung für genau diese eine Ausrede.

Fazit: Du musst nicht perfekt sein, du musst anfangen

Wenn ich heute zu der Celia vom 31. Dezember 2023 gehen könnte, würde ich mich neben sie setzen und sagen:

Fang einfach an.

Warte nicht darauf, dass jemand kommt und dich mitzieht. Mach es für dich.

Du musst morgen nicht deinen kompletten Kühlschrank ausräumen, fünf gesunde Rezepte vorkochen und anschließend noch eine Stunde Sport machen. Und bitte vergleich deinen Anfang nicht mit meinem heutigen Stand.

Fang dort an, wo DU gerade bist.

Ein Kilometer. Eine Mahlzeit. Eine Entscheidung für dich. Und dann die nächste.

Als ich angefangen habe, haben mir andere Frauen auf Instagram geholfen, wahrscheinlich ohne es zu wissen. Genau deshalb gibt es diesen Blog. Ich teile hier meine Rezepte, meine Bewegung und auch meine Fehler mit dir. Vielleicht findest du darin genau eine Sache, die dir hilft.

Denn wenn ich daran denke, dass ich einmal nach einem Kilometer aus der Puste war und später 17 Kilometer gejoggt bin …

Das hätte ich selbst nicht für möglich gehalten.♥

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